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Neueröffnungswelle 2014 setzt DIY-Lieferanten unter zusätzlichen Druck

24.01.2014

Die Insolvenz des drittgrößten deutschen Baumarktbetreibers im vergangenen Jahr wurde bisher von den betroffenen Lieferanten erfolgreich gemeistert. Der Verlust eines großen Anteils der Distribution bei gleichzeitigem Ausfall von Forderungen kann nur von gesunden Lieferanten erfolgreich bewältigt werden. Der Wegfall eines Abnehmers dieser Größenordnung führt aber oftmals zu unmittelbaren, notwendigen Anpassungsmaßnahmen und Kostenbelastungen im Bereich Einkauf, Personal und Finanzen. Die befürchteten Anschlussinsolvenzen blieben im Nachgang zur Praktiker/Max Bahr-Insolvenz bisher weitgehend aus. "Dies spricht für die Stärke unserer Mitglieder", sagte Ralf Rahmede, Geschäftsführer des Herstellerverbandes Haus & Garten e.V. (Köln).

Für 2014 sind zunächst die mittelbaren Folgen dieser Großinsolvenz von der Industrie zu bewältigen. Die entgangenen Verkäufe für die Zukunft und die nicht mehr zu erzielende Amortisierungen für Einmalkosten (Werbekostenzuschüsse, Aufwand für die Umflaggungen von Praktiker auf Max Bahr, Kosten für kundenspezifische Warenträger, Verpackungen, etc.) setzen die Lieferanten in diesem Jahr unter nachhaltigen Margendruck.

Zudem sehen sich die DIY-Lieferanten von den Handelspartnern, die die insolventen Praktiker-Max Bahr-Standorte unter eigener Flagge in 2014 wiedereröffnen wollen, mit vertraglichen Forderungen nach Neueröffnungskonditionen konfrontiert. War diese Unterstützungsleistung der Industrie ehedem für eine überschaubare Anzahl von Neueröffnungen kalkuliert, werden viele Lieferanten nach aktueller Einschätzung des Branchenverbandes Haus & Garten in diesem Jahr, je nach Abnehmersituation, bis zu 100 Neueröffnungen (!) abwickeln müssen. Dies fordert von den betroffenen Lieferanten einen enormen Kraftakt im Bereich Finanzierung und Vertrieb.

Die Neueröffnungswelle 2014 ist eine außerordentliche Herausforderung für die permanente Lieferbereitschaft und die umfassende Vertriebsunterstützung der Industrie. Vor dem Hintergrund der noch zu tragenden Verluste aus der Praktiker-Max Bahr-Insolvenz und den nun anstehenden, außergewöhnlich hohen Belastungen aus den Neueröffnungskonditionen, können selbst starke Lieferanten diese Aufgabe nur noch gemeinsam mit ihren Handelspartnern stemmen.

Die Neueröffnungswelle 2014 ist ein gemeinschaftliches "Investitionsprojekt" in die alten Praktiker-/Max-Bahr-Standorte und in die gemeinsame Zukunft der DIY-Branche. Für alle Wertschöpfungspartner ist dabei der erfolgreiche Roll-Out von Neueröffnungen wichtig, denn nur so wird der Heimwerker auch 2015 noch seine Produkte flächendeckend im stationären Handel vor Ort einkaufen können.

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